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Häufige Fragen

115 Fragen in 9 Kategorien

Prophylaxe & Dentalhygiene

Zur Behandlung

Prophylaxe ist das Gesamtkonzept, die Reinigung der praktische Teil davon. Zur Prophylaxe gehören die Einschätzung Ihres Risikos für Karies und Parodontitis, die Beratung zu Putztechnik und Hilfsmitteln, die Fluoridierung und das Festlegen des passenden Abstands zwischen den Terminen. Die professionelle Reinigung entfernt anschliessend, was die Zahnbürste nicht erreicht.

Ja! Gerade Kinder mit Zahnspangen oder erhöhtem Kariesrisiko profitieren von regelmässigen Reinigungen. Unser Team in Wallisellen geht besonders einfühlsam auf junge Patientinnen und Patienten ein.

Ja, es ist die wirksamste Vorbeugung. Parodontitis beginnt mit Belägen am Zahnfleischrand, die sich verhärten und Bakterien einen geschützten Rückzugsort bieten. Werden sie regelmässig entfernt, entsteht die Entzündung gar nicht erst. Bei jedem Termin messen wir zudem die Taschentiefen und erkennen eine beginnende Erkrankung, bevor Knochen verloren geht.

Bei Implantaten sogar besonders. Ihnen fehlt die Faserverbindung, die einen natürlichen Zahn gegen Bakterien abschirmt, weshalb eine Entzündung dort rascher in die Tiefe wandert – bis hin zur Periimplantitis, die das Implantat kosten kann. Wir arbeiten deshalb mit Instrumenten, welche die Implantatoberfläche nicht verkratzen, und nehmen die Ränder von Brücken und Prothesen besonders genau unter die Lupe.

Meist 45 bis 60 Minuten. Wurde länger nichts gemacht oder liegen tiefere Zahnfleischtaschen vor, brauchen wir mehr Zeit und teilen die Behandlung gelegentlich auf zwei Termine auf. Bei gut gepflegten Zähnen geht es entsprechend schneller – auch deshalb lohnt es sich, den empfohlenen Rhythmus einzuhalten.

Essen und trinken können Sie sofort. Warten Sie nach der abschliessenden Fluoridierung etwa eine Stunde, damit der Lack einwirkt. Die frisch polierten Zähne nehmen zudem in den ersten Stunden Farbstoffe leichter auf – Kaffee, Rotwein und Curry verschieben Sie deshalb besser auf später am Tag.

Ersetzen lässt sie sich nicht. Ihre tägliche Pflege mit Bürste, Zahnseide und Interdentalbürsten ist die Grundlage – doch sobald sich Belag zu Zahnstein verhärtet hat, kommt keine Bürste mehr dagegen an; er lässt sich nur mit Instrumenten entfernen. Mundspülungen und spezielle Zahnpasten wirken unterstützend, aber sie erreichen den Zahnstein nicht.

Ein Stück weit ja: Wir entfernen die Verfärbungen, die sich von Kaffee, Tee und Tabak aufgelagert haben, und die Zähne wirken danach ein bis zwei Nuancen heller. Ihre natürliche Zahnfarbe verändert sich dabei nicht. Wenn Sie darüber hinaus aufhellen möchten, ist ein Bleaching der nächste Schritt – ideal direkt nach der Reinigung.

Dann sammelt sich Zahnstein an, das Zahnfleisch entzündet sich und die Entzündung kann auf den Knochen übergreifen. Was dort an Knochen verloren geht, kommt nicht zurück. Besonders heikel ist, dass dieser Verlauf über Jahre schmerzfrei bleibt – bemerkt wird er oft erst, wenn Zähne locker werden und aufwendige Behandlungen nötig sind.

Entscheidend ist, was zwischen den Zähnen passiert – dort entsteht der grösste Teil der Probleme:

  • Einmal täglich Interdentalbürsten in der passenden Grösse, an sehr engen Stellen Zahnseide
  • Zweimal täglich zwei Minuten putzen, abends besonders gründlich
  • Eine fluoridhaltige Zahnpasta, ergänzt durch ein Fluoridgel einmal pro Woche

Welche Bürstengrösse zu Ihren Zwischenräumen passt, ermitteln wir beim Termin.

Kinderzahnmedizin

Zur Behandlung

Sie halten den Platz für die bleibenden Zähne frei. Geht ein Milchzahn zu früh verloren, kippen die Nachbarn in die Lücke und dem nachrückenden Zahn fehlt später der Raum – aus einem kleinen Loch wird eine jahrelange Spangenbehandlung. Daneben braucht Ihr Kind sie zum Kauen und für die Lautbildung: Zischlaute entstehen an den oberen Schneidezähnen.

Ja, beginnend mit dem ersten sichtbaren Zahn. Eine weiche Bürste und ein Reiskorn Kinderzahnpasta genügen anfangs. Der häufigste vermeidbare Schaden entsteht durch die Nuckelflasche: Gesüsster Tee oder Saft, der stundenlang an den Zähnen liegt, verursacht die typische Frühkaries an den oberen Schneidezähnen. Zum Einschlafen gehört ausschliesslich Wasser in die Flasche.

Ab etwa drei Jahren spricht nichts dagegen, sofern das Gerät für Kinder gemacht ist: kleiner Bürstenkopf, weiche Borsten, begrenzter Anpressdruck. Viele Kinder putzen damit gründlicher, weil die Bewegung vorgegeben ist. Am Nachputzen durch die Eltern ändert das nichts – der Timer hilft immerhin, die zwei Minuten tatsächlich einzuhalten.

Setzen Sie einen Milchzahn nie wieder ein – anders als beim bleibenden Zahn schadet das dem darunterliegenden Zahnkeim. Kühlen Sie stattdessen von aussen und lassen Sie uns Ihr Kind trotzdem anschauen. Wir kontrollieren die Nachbarzähne und den Kiefer und beurteilen, ob die Lücke mit einem Platzhalter offen gehalten werden muss.

Wichtig ist in diesem Alter vor allem, was zwischen die Zähne kommt:

  • Interdentalbürsten in der richtigen Grösse; bei fester Spange zusätzlich eine spezielle Zahnspangenbürste
  • Fluoridhaltige Zahnpasta, ab etwa zwölf Jahren in Erwachsenenkonzentration
  • Ein Fluoridgel einmal pro Woche, während der Spangenzeit besonders wichtig

Eine Mundspülung kann ergänzen, ersetzt das Bürsten aber nie.

Ja, und das wird oft unterschätzt. Der bleibende Zahn reift direkt unter der Wurzel des Milchzahns heran. Erreicht ihn eine Entzündung von dort, kann sein Schmelz dauerhaft geschädigt werden – sichtbar später als weisser oder brauner Fleck. Aus diesem Grund behandeln wir kariöse Milchzähne, statt auf den Zahnwechsel zu warten.

Der richtige Zeitpunkt ist erreicht, sobald zwei Zähne aneinanderstossen – bei manchen Kindern schon im Milchgebiss. Diese Berührungsfläche erreicht keine Zahnbürste, und genau dort beginnt bei Jugendlichen die meiste Karies. Bis etwa zehn Jahre übernehmen das die Eltern. Mit fester Spange wird die tägliche Zwischenraumreinigung zur Pflicht.

Nach dem Essen unterwegs sind sie durchaus sinnvoll. Xylit entzieht den Kariesbakterien die Nahrungsgrundlage, und das Kauen bringt den Speichelfluss in Gang, der die Säuren wieder abpuffert. Als Ergänzung nach dem Znüni ist das nützlich, als Ersatz fürs Putzen nicht. Kleinkindern geben Sie besser keine Kaugummis.

Vereinbaren Sie einen reinen Kennenlerntermin, bei dem nichts behandelt wird – Ihr Kind darf sich umsehen, im Stuhl Platz nehmen und die Instrumente anschauen. Vermeiden Sie beruhigend gemeinte Sätze wie «es tut bestimmt nicht weh»; hängen bleibt das Wort «weh». Erzählen Sie auch keine eigenen schlechten Erfahrungen. Bei ausgeprägter Angst hilft Lachgas, das die Anspannung löst, ohne das Bewusstsein auszuschalten.

In dieser Zeit verändert sich das Gebiss schneller als in jeder anderen Lebensphase. Die ersten bleibenden Backenzähne kommen mit tiefen Fissuren durch, die sich schlecht reinigen lassen, und gleichzeitig entscheidet sich, ob alle Zähne Platz finden. Alle sechs Monate zu kontrollieren heisst: versiegeln, bevor Karies entsteht, und eine Fehlstellung lenken, solange der Kiefer noch wächst.

Entscheidend ist weniger die Menge Zucker als die Häufigkeit. Nach jeder süssen Zwischenmahlzeit braucht der Schmelz etwa eine halbe Stunde zur Erholung – wer den Nachmittag über am Süssgetränk nippt, unterbricht diese Erholung dauerhaft. Feste Mahlzeiten mit klaren Pausen sind wertvoller als ein striktes Zuckerverbot; dazwischen sind Wasser, Käse oder Rohkost die besseren Begleiter.

Solange es beim Zahnwechsel auftritt, ist es meist harmlos und hört von selbst wieder auf. Kritisch wird es, wenn es im bleibenden Gebiss weitergeht: Dann werden die Kauflächen flach geschliffen, die Zähne reagieren auf Kaltes und das Kiefergelenk wird überlastet. Wir erkennen solche Schliffspuren bei der Kontrolle früh und fertigen bei Bedarf eine Schutzschiene an.

Ja, unsere Zahnarztpraxis in Wallisellen bietet Prophylaxe-Programme an, die auf Kinder und Jugendliche abgestimmt sind. Dazu gehören Zahnputztrainings, Fluoridierungen und Fissurenversiegelungen, um die Zähne optimal zu schützen.

Die Zahnstellung korrigiert die Kieferorthopädin, für die Zahngesundheit während dieser Zeit sind wir zuständig. Das ist keine Nebenrolle: Rund um Brackets bilden sich rasch Beläge, aus denen weisse Entkalkungen entstehen – sie bleiben sichtbar, wenn die Spange längst ab ist. Wir kontrollieren deshalb häufiger, reinigen professionell und fluoridieren gezielt.

Die Feinmotorik reicht etwa dann aus, wenn ein Kind flüssig schreiben kann – ungefähr ab dem achten Lebensjahr. Bis dahin gilt: Ihr Kind putzt selbst, Sie putzen anschliessend nach, vor allem abends und an den Innenflächen. Auch danach lohnt sich gelegentliches Nachschauen, weil im Teenageralter oft schnell und ungenau geputzt wird.

Kieferorthopädie

Zur Behandlung

Aligner-Behandlungen liegen je nach Aufwand typischerweise zwischen rund CHF 3'000 und CHF 8'000. Leichte Einzelkorrekturen sind günstiger, umfassende Behandlungen beider Kiefer teurer. In unserer Zahnarztpraxis erhalten Sie nach dem ersten Scan einen fixen Kostenvoranschlag.

Sie fallen sehr wenig auf, restlos unsichtbar sind sie nicht. Aus Gesprächsdistanz bemerkt sie kaum jemand; aus der Nähe erkennt man den Schienenrand und die zahnfarbenen Attachments, die für bestimmte Bewegungen auf die Zähne geklebt werden. Gegenüber Metallbrackets bleibt der Unterschied jedoch erheblich.

Es drückt eher, als dass es schmerzt. Ein bis zwei Tage nach jedem Schienenwechsel fühlen sich die Zähne gespannt und beim Zubeissen empfindlich an – genau das ist die Kraft, die sie bewegt. Wechseln Sie die Schiene am Abend, dann fällt die intensivste Phase in die Nacht. Anhaltende starke Schmerzen gehören nicht dazu und sind einen Anruf wert.

Zwanzig bis zweiundzwanzig Stunden täglich, also durchgehend ausser beim Essen und bei der Zahnpflege. Legen Sie die Schiene beim Essen konsequent ins Etui – die meisten verlorenen Schienen landen versehentlich in der Serviette. Wer die Tragezeit regelmässig unterschreitet, verliert den Anschluss an den Behandlungsplan und benötigt zusätzliche Schienen.

Bei Erwachsenen in aller Regel nicht – die Grundversicherung sieht kieferorthopädische Korrekturen nicht vor. Bei Kindern und Jugendlichen zahlt sie nur bei anerkannten Geburtsgebrechen über die IV. Eine Zahnzusatzversicherung kann sich beteiligen, sofern sie vor der Diagnose bestand. Für die Einreichung stellen wir Ihnen gerne einen detaillierten Kostenvoranschlag aus.

Ästhetische Zahnmedizin

Zur Behandlung

Bei gesunder Ausgangslage nicht. Der Wirkstoff dringt durch den Schmelz und spaltet die eingelagerten Farbstoffe chemisch – Substanz wird dabei nicht abgetragen, anders als bei Hausmitteln wie Backpulver oder Aktivkohle, die die Oberfläche aufrauen. Voraussetzung ist die Untersuchung vorab: Undichte Ränder und entzündetes Zahnfleisch versorgen wir zuerst.

Meist ein bis drei Jahre. Wie lange genau, bestimmt Ihr Alltag: Kaffee, Schwarztee, Rotwein und Tabak verkürzen die Zeit spürbar, regelmässige Dentalhygiene verlängert sie. Mit der eigenen Schiene lässt sich das Resultat später jederzeit für eine Nacht auffrischen, statt die ganze Behandlung zu wiederholen.

Das hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen ab:

  • Home-Bleaching: Flexibel, kontrollierbar und ideal für eine schrittweise Aufhellung.
  • In-Office-Bleaching: Schnelle Ergebnisse in einer einzigen Sitzung, perfekt für kurzfristige Anlässe.

Nein, das Gel wirkt ausschliesslich auf natürliche Zahnsubstanz – Keramik und Kunststoff bleiben unverändert. Bei sichtbarem Zahnersatz zählt deshalb die Reihenfolge: zuerst die eigenen Zähne aufhellen, die Farbe rund zwei Wochen stabilisieren lassen, danach Füllungen oder Kronen anpassen. Sonst wirkt eine bisher unauffällige Krone plötzlich zu dunkel.

  • Vermeiden Sie für 48 Stunden färbende Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Rotwein oder Tabak.
  • Verwenden Sie die von uns empfohlenen Pflegeprodukte, um das Ergebnis zu stabilisieren.

Häufig genügt der kleinere Schritt. Verfärbungen von Kaffee, Tee und Tabak sind meist blosse Auflagerungen, die bei der Dentalhygiene vollständig verschwinden – danach zeigt sich wieder Ihre natürliche Zahnfarbe. Ist ein einzelner wurzelbehandelter Zahn nachgedunkelt, wirkt ein internes Bleaching gezielter; bei Schmelzflecken sind Veneers die dauerhaftere Lösung.

Nicht uneingeschränkt. Karies, undichte Füllungsränder und entzündetes Zahnfleisch behandeln wir vorher, sonst gelangt das Gel an empfindliche Stellen. Bei Schwangeren und Stillenden sowie bei Jugendlichen mit noch unreifem Schmelz raten wir ab. Auch ausgeprägt freiliegende Zahnhälse sprechen eher für eine schonendere Variante.

Bleaching ist nicht für jeden geeignet, z. B. für schwangere oder stillende Frauen, Kinder und Jugendliche sowie bei unbehandelten Zahnerkrankungen. Wir beraten Sie gerne individuell in unserer Praxis in Wallisellen.

Zahnersatz & Implantate

Zur Behandlung

Meist genügen wenige Tage. Der Zahn kann anfangs auf Kaltes reagieren, und die Zunge registriert jede neue Kontur, weshalb sich die Krone zu Beginn grösser anfühlt, als sie ist. Bleibt das Gefühl, beim Zubeissen zuerst auf diesen Zahn zu treffen, kommen Sie bitte vorbei – ein minimales Einschleifen genügt und verhindert eine Überlastung.

Keramik nimmt keine Farbstoffe auf und bleibt über Jahre stabil. Verändern kann sich hingegen das Umfeld: Die natürlichen Nachbarzähne dunkeln allmählich nach, wodurch die Krone mit der Zeit heller wirkt. Regelmässige Dentalhygiene hält diesen Unterschied klein. Ein geplantes Bleaching gehört deshalb immer vor die Farbwahl der Krone.

Schmerzen unter der Krone können auf eine Kariesbildung, eine Entzündung oder Probleme mit dem Zahnnerv hinweisen. Vereinbaren Sie in diesem Fall umgehend einen Kontrolltermin in unserer Praxis in Wallisellen.

Zuerst bereiten wir den Zahn oder das Implantat vor und nehmen anschliessend Abdruck oder digitalen Scan. Damit fertigt das Labor Ihre Versorgung an – Form und Farbe individuell auf die Nachbarzähne abgestimmt. Für die Zwischenzeit erhalten Sie ein Provisorium. Erst wenn Passung, Farbe und Biss beim zweiten Termin stimmen, befestigen wir definitiv.

Ja, kleinere Anpassungen, z. B. bei der Bisshöhe, können direkt in unserer Praxis in Wallisellen vorgenommen werden.

Für das alltägliche Kauen sind sie ebenso belastbar, auch im Seitenzahnbereich. Ein Unterschied bleibt aber: Der natürliche Zahn meldet über seine Aufhängung im Knochen, wenn er überlastet wird, eine Krone tut das kaum. Wer nachts knirscht, merkt die Überlastung deshalb erst am Schaden – eine Schiene ist in diesem Fall die günstigste Versicherung.

Meistens gibt es eine. Solange genug gesunde Zahnsubstanz vorhanden ist, reichen ein Inlay, ein Onlay oder eine Teilkrone – diese ersetzen nur den zerstörten Bereich, während eine Krone den Zahn rundum überzieht und dafür mehr Substanz kostet. Wir schlagen die Krone deshalb erst vor, wenn ohne sie ein Bruch des Zahns droht.

So nennen wir die Übergangskrone für die Zeit zwischen den beiden Terminen. Sie schützt den beschliffenen Zahn vor Kälte und Bakterien, hält den Nachbarzähnen den Platz frei und lässt Sie normal essen und sprechen. Sie wird bewusst schwächer befestigt, damit wir sie rückstandsfrei entfernen können – lockert sie sich, kommen Sie kurz vorbei, statt sie selbst wieder aufzudrücken.

Sie ist die richtige Wahl, wenn die Zähne beidseits der Lücke ohnehin Kronen brauchen oder bereits tragen – dann geht durch das Beschleifen nichts zusätzlich verloren. Sind diese Nachbarzähne dagegen gesund und unversehrt, empfehlen wir eher ein Implantat, das sie unberührt lässt. Und wenn ein chirurgischer Eingriff aus gesundheitlichen Gründen ausscheidet, ist die Brücke die verlässliche Alternative.

Ja, eine eingegliederte Brücke überträgt die Kaukraft wie natürliche Zähne. Zurückhaltung braucht es nur dort, wo auch eigene Zähne an ihre Grenzen stossen: Nussschalen, Kirschsteine und Eiswürfel können Keramik absplittern lassen. Ansonsten müssen Sie Ihren Speiseplan nicht anpassen.

Der kritische Punkt ist der Raum unter dem Brückenglied, wo sich Beläge sammeln:

  • Reinigen Sie täglich mit Superfloss oder Brückenfloss unter dem Zwischenglied hindurch
  • Nutzen Sie Interdentalbürsten für die Übergänge an den Pfeilerzähnen
  • Kommen Sie regelmässig zur Dentalhygiene

Die Brücke selbst bekommt keine Karies – die Pfeilerzähne darunter schon, und dort entscheidet sich ihre Lebensdauer.

Ja. Keramik hält dem täglichen Kauen mühelos stand, reagiert aber empfindlich auf punktuelle Spitzenkräfte – etwa auf einen Kirschstein oder eine Nussschale. Der häufigste Grund für Abplatzungen ist jedoch nächtliches Knirschen, weil dabei stundenlang hohe Kräfte wirken. Eine Schiene schützt dann die Brücke ebenso wie Ihre eigenen Zähne.

Planen Sie zwei bis drei Wochen mit zwei bis drei Terminen ein. Am ersten bereiten wir die Pfeilerzähne vor und scannen sie digital; anschliessend entsteht die Keramikbrücke im Labor, während Sie ein Provisorium tragen. Beim zweiten Termin wird sie eingesetzt und der Biss kontrolliert. Nach ein paar Wochen Eingewöhnung schauen wir noch einmal nach.

Funktionell kaum. Die eigentliche Umstellung betrifft die Reinigung: Unter dem Brückenglied müssen Sie täglich mit Superfloss oder einer Interdentalbürste durch, was etwas Übung braucht – wir zeigen es Ihnen beim Einsetzen. Kauen und Sprechen fühlen sich nach wenigen Tagen normal an. Langfristig entscheidet allein die Pflege der Pfeilerzähne.

Zwischen Implantation und fertiger Krone liegen üblicherweise drei bis sechs Monate, in denen das Implantat fest mit dem Knochen verwächst; nach einem Aufbau entsprechend länger. Abkürzen lässt sich diese Phase kaum – sie ist der Grund für die hohe Erfolgsquote. Die Lücke bleibt in der Zwischenzeit nicht sichtbar, wir versorgen sie provisorisch. Ob eine Sofortversorgung möglich ist, zeigt der Röntgenbefund.

Von allen Faktoren, die Sie selbst beeinflussen können, ist Rauchen der wichtigste. Nikotin verengt die feinen Gefässe, sodass die Wunde schlechter durchblutet wird und langsamer heilt – Implantatverluste sind bei Rauchenden messbar häufiger. Zwei Wochen Pause vor und nach dem Eingriff sind das Minimum, länger ist besser. Wir implantieren dennoch, weisen aber offen auf das erhöhte Risiko hin.

Ist der Knochen zu schmal oder zu niedrig, ergänzen wir ihn – entweder vorab oder direkt beim Setzen des Implantats. Im hinteren Oberkiefer ist der Sinuslift das übliche Verfahren, bei dem der Boden der Kieferhöhle angehoben wird. Seitliche Defekte füllen wir mit eigenem Knochen oder Ersatzmaterial und schützen sie mit einer Membran. Wie viel Knochen zur Verfügung steht, klärt vorab eine 3D-Aufnahme.

Ja, für Patienten mit Zahnarztangst bieten wir in Wallisellen verschiedene Beruhigungsmöglichkeiten wie Sedierung oder Vollnarkose an. So wird der Eingriff stressfrei und komfortabel gestaltet.

Praktisch nie. Titan gilt als eines der verträglichsten Materialien der Medizin und wird seit Jahrzehnten eingesetzt; nachgewiesene Allergien sind Einzelfälle. Falls Sie metallfrei versorgt werden möchten, bieten Keramikimplantate aus Zirkonoxid eine gleichwertige Alternative. Nennen Sie uns bekannte Unverträglichkeiten einfach bei der Planung.

Ja, Zahnimplantate sind unabhängig vom Alter möglich, solange die allgemeine Gesundheit und die Kieferknochenstruktur ausreichend sind. Eine individuelle Beratung in unserer Praxis in Wallisellen klärt, ob Implantate für Sie geeignet sind.

Einige Tage bis wenige Wochen sind normal. Zunge und Wangen brauchen Zeit, sich auf den zusätzlichen Platzbedarf einzustellen; anfangs fühlt sich die Prothese gross an und das Sprechen ist gewöhnungsbedürftig – lautes Lesen hilft dabei erstaunlich gut. Druckstellen gehören zur Anfangsphase: Bringen Sie die Prothese zu uns, statt selbst nachzuarbeiten. Ein bis zwei Nachkontrollen sind eingeplant.

Einmal jährlich, auch wenn nichts drückt. Der Kieferkamm bildet sich unter einer Prothese langsam zurück, wodurch der Sitz mit der Zeit lockerer wird – oft so allmählich, dass es gar nicht auffällt. Wir prüfen Passung und Biss und kontrollieren dabei auch die Schleimhaut, die unter einer Prothese leicht übersehen wird.

Wenn Sie es so gewohnt sind, spricht meist nichts dagegen. Der Schleimhaut tut eine Pause über Nacht allerdings gut – bei Vollprothesen sinkt damit das Risiko für Entzündungen und Pilzbefall deutlich. Legen Sie die Prothese dann in einen Behälter mit Wasser, damit der Kunststoff nicht austrocknet und sich verzieht. Wir empfehlen Ihnen, was in Ihrer Situation sinnvoll ist.

Greifen Sie in diesem Fall nicht zur Haftcreme, sondern zum Telefon. Eine Prothese, die wandert, scheuert Druckstellen, belastet Pfeilerzähne einseitig und beschleunigt den Knochenabbau. In den meisten Fällen genügt eine Unterfütterung: Wir füllen den entstandenen Spalt wieder auf. Hat sich der Kieferkamm stark verändert, sind eine Neuanfertigung oder eine Abstützung auf Implantaten die bessere Antwort.

Ja, und der Unterschied ist für viele enorm. Bereits zwei bis vier Implantate im Unterkiefer verankern eine Vollprothese über Druckknöpfe oder einen Steg so fest, dass sie beim Sprechen nicht mehr kippt und auch harte Kost wieder möglich wird. In vielen Fällen lässt sich Ihre bestehende Prothese dafür umarbeiten, statt eine neue anzufertigen.

Das hängt von der Verankerung ab. Eine klassische Klammer kann im sichtbaren Bereich aufblitzen, weshalb wir sie möglichst weit nach hinten legen. Teleskopkronen und Geschiebe kommen ganz ohne sichtbares Metall aus – dort liegt die Halterung unter der Krone verborgen. Am Modell zeigen wir Ihnen vorab, was beim Lachen tatsächlich sichtbar wäre.

Oralchirurgie

Zur Behandlung
  • Essen und trinken Sie vorher normal, sofern keine Vollnarkose geplant ist – mit leerem Magen ist ein Eingriff schlechter zu überstehen.
  • Informieren Sie uns über alle Medikamente, insbesondere Blutverdünner, sowie über Allergien und Vorerkrankungen.
  • Planen Sie den Tag ruhig, tragen Sie bequeme Kleidung und bringen Sie bei Sedierung oder Narkose eine Begleitperson mit.
  • Legen Sie zu Hause Kühlpacks und weiche Kost bereit, damit Sie nach dem Eingriff nichts mehr besorgen müssen.

Kompliziert wird es typischerweise in diesen Situationen:

  • Vom Zahn steht nichts mehr über dem Zahnfleisch, woran man ihn fassen könnte
  • Er ist im Knochen eingeschlossen oder liegt quer, wie häufig bei Weisheitszähnen
  • Die Wurzeln sind gekrümmt oder gespreizt und lassen sich nicht am Stück lösen
  • Eine Zyste oder ein Entzündungsherd hängt mit dem Zahn zusammen

Dann arbeiten wir chirurgisch: den Zahn freilegen und in Teilen entfernen, statt mit Kraft zu ziehen.

In vielen Fällen schon, denn dahinter steckt fast immer eine lange Vorgeschichte – unbehandelte Karies, ein abgestorbener Zahn, eine verschleppte Entzündung. Wer die Kontrollen wahrnimmt, kann meist mit einer Füllung, einer Wurzelbehandlung oder einer Wurzelspitzenresektion eingreifen, lange bevor es chirurgisch wird. Bei verlagerten Weisheitszähnen zählt vor allem das Alter: Je früher, desto unkomplizierter.

Unsere Zahnarztpraxis in Wallisellen bietet verschiedene Beruhigungsmethoden wie Lachgas, Sedierung oder Vollnarkose, um Ihnen eine entspannte Behandlung zu ermöglichen. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und Anliegen.

Nach einer unkomplizierten Extraktion sind die meisten schon am nächsten Tag wieder im Einsatz. War der Eingriff chirurgisch, sollten Sie ein bis zwei ruhige Tage einplanen – Schwellung und Spannung sind am zweiten Tag am stärksten. Ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis stellen wir bei Bedarf aus. Den Operationstag selbst halten Sie in jedem Fall frei.

Wir sehen Sie ungefähr eine Woche später, um die Wunde zu beurteilen und die Fäden zu entfernen. Wichtiger als dieser Termin ist aber Ihre Beobachtung dazwischen: Nimmt der Schmerz ab dem dritten Tag wieder zu, statt nachzulassen, melden Sie sich bitte sofort. Das deutet auf eine Wundheilungsstörung hin, die rasch behandelt werden sollte.

In den ersten Tagen ist Wundschmerz zu erwarten. Nehmen Sie das empfohlene Präparat rechtzeitig – am besten, solange die Betäubung noch wirkt – und kühlen Sie von aussen. Acetylsalicylsäure ist ungeeignet, weil sie die Blutung verstärkt. Ein Warnsignal ist Schmerz, der nach dem dritten Tag zunimmt, ins Ohr ausstrahlt oder von Fieber begleitet wird: Dann rufen Sie uns an.

Der Verschluss der Schleimhaut dauert ein bis zwei Wochen. Bis der Knochen das Zahnfach vollständig durchbaut hat, vergehen dagegen mehrere Monate – ein Vorgang, von dem Sie im Alltag nichts bemerken. Relevant wird er erst, wenn ein Implantat geplant ist: Diese Wartezeit erklärt, weshalb zwischen Entfernung und Implantation Monate liegen.

Legen Sie Sport, Sauna und schweres Heben zwei bis drei Tage beiseite. Bei Anstrengung steigt der Blutdruck, was Nachblutungen und deutlichere Schwellungen begünstigt. Danach beginnen Sie mit leichter Bewegung, bei Kontaktsport warten Sie besser eine Woche. In den ersten Nächten hilft ein erhöht gelagerter Kopf gegen die Schwellung.

Die Operation selbst verläuft dank der Betäubung schmerzfrei. Die Tage danach sind die eigentliche Herausforderung: Schwellung und Spannungsgefühl nehmen bis zum zweiten Tag zu und klingen anschliessend zügig ab. Mit den verordneten Schmerzmitteln bleibt das gut kontrollierbar – am besten nehmen Sie die erste Dosis, bevor die Betäubung nachlässt.

Am unkompliziertesten ist es im jungen Erwachsenenalter, etwa zwischen 18 und 25. Dann sind die Wurzeln noch nicht vollständig ausgeformt und der Knochen gibt leichter nach, wodurch die Heilung schneller verläuft. Mit den Jahren wird beides fester und der Eingriff aufwendiger. Ohne Beschwerden und ohne auffälligen Befund müssen Weisheitszähne allerdings nicht generell entfernt werden.

Nach ein bis zwei Wochen ist die Schleimhaut geschlossen und die Fäden können entfernt werden. Schwellung und eingeschränkte Mundöffnung geben sich meist innerhalb der ersten Woche. Der knöcherne Umbau im Zahnfach zieht sich über Monate hin, verläuft aber unbemerkt und schränkt Sie im Alltag nicht ein.

  • Kühlen Sie am Operationstag konsequent von aussen, in Intervallen, und schlafen Sie mit erhöhtem Kopf.
  • Lassen Sie Sport, Sauna und Alkohol einige Tage weg – und rauchen Sie nicht: Nikotin ist die häufigste Ursache für eine gestörte Wundheilung.
  • Essen Sie weich und lauwarm, nichts Heisses, Scharfes oder Krümeliges.
  • Verzichten Sie am ersten Tag auf kräftiges Spülen, damit das schützende Blutgerinnsel in der Wunde bleibt.

Ernsthafte Komplikationen sind die Ausnahme. Am ehesten kommt es zur Wundheilungsstörung: Das Blutgerinnsel löst sich, und der Schmerz kehrt nach einigen Tagen zurück – behandelbar, sobald Sie sich melden. Im Unterkiefer beachten wir zusätzlich den nahe verlaufenden Nerv, dessen Lage wir vorher am Röntgenbild prüfen. Nachblutung und Infektion lassen sich durch konsequente Nachsorge fast immer vermeiden.

Ja, und für viele ist das die angenehmere Lösung: eine Operation, eine Erholungsphase. Besonders bei einer Behandlung in Narkose ist das sinnvoll. Ob es in Ihrem Fall passt, hängt von der Lage der Zähne und Ihrer gesundheitlichen Verfassung ab. Alternativ operieren wir seitenweise – dann bleibt eine Seite zum Kauen frei, was manchen wichtiger ist.

In der Regel nicht. Wir verschreiben Antibiotika gezielt: bei einer bestehenden Entzündung, bei aufwendigen Eingriffen mit erhöhtem Infektionsrisiko oder wenn Vorerkrankungen es erfordern. Ein vorsorglicher Einsatz ohne Indikation bringt keinen Vorteil und fördert Resistenzen. Für eine komplikationsfreie Heilung ist die Nachsorge entscheidend, nicht das Medikament.

Eine Zyste wächst langsam, bildet sich aber nicht zurück. Dabei verdrängt sie Knochen, kann Nachbarzähne lockern oder verschieben und im Extremfall den Kiefer so ausdünnen, dass er bruchgefährdet wird. Weil das über Jahre schmerzfrei verläuft, fällt es meist zufällig auf einem Röntgenbild auf – eine frühe Entfernung ist deutlich schonender als eine späte.

Das reicht von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern. Kleine Zysten machen keinerlei Beschwerden und werden zufällig auf einem Röntgenbild entdeckt; grosse können über Jahre einen erheblichen Teil des Kieferknochens einnehmen, bevor überhaupt etwas spürbar wird. Genau deshalb ist der Zeitpunkt der Entdeckung entscheidend für den Aufwand des Eingriffs.

Nein. Eine Zyste ist von einer eigenen Gewebehülle umgeben, die fortlaufend Flüssigkeit bildet – dadurch wächst sie stetig weiter, statt wie eine akute Entzündung abzuklingen. Auch Antibiotika helfen nicht dagegen; sie dämpfen höchstens eine zusätzliche Infektion. Beseitigen lässt sie sich nur operativ, und zwar samt Hülle.

Lange Zeit gar keine – das macht Zysten tückisch. Bemerkbar werden sie erst ab einer gewissen Grösse:

  • Druckgefühl oder eine sichtbare Vorwölbung im Kiefer
  • Zähne, die sich lockern oder ihre Stellung verändern
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln an Lippe oder Kinn
  • Beschwerden beim Kauen oder eine wiederkehrende Schwellung

Deshalb werden die meisten Zysten zufällig auf einem Röntgenbild entdeckt.

In den meisten Fällen fällt sie zufällig auf einem Röntgenbild auf, das aus anderem Grund entstanden ist: als scharf umrandete dunkle Zone im Knochen. Für die Planung des Eingriffs brauchen wir eine dreidimensionale Aufnahme, denn erst sie zeigt die wirkliche Ausdehnung und den Abstand zu Nerv und Kieferhöhle. Das entnommene Gewebe wird anschliessend feingeweblich untersucht.

Man unterscheidet vor allem drei Formen:

  • Radikuläre Zysten gehen von der Wurzelspitze eines abgestorbenen Zahns aus und sind die häufigste Variante.
  • Follikuläre Zysten bilden sich um einen Zahn, der im Knochen steckengeblieben ist – typischerweise um einen Weisheitszahn.
  • Keratozysten wachsen aggressiver und treten häufiger erneut auf, weshalb wir sie besonders sorgfältig entfernen und länger nachkontrollieren.

Welche Form vorliegt, klärt die feingewebliche Untersuchung.

Der Ablauf ist in der Regel dieser:

  • Wir betäuben lokal; auf Wunsch ergänzen wir Lachgas oder planen eine Sedierung.
  • Über einen kleinen Zugang legen wir die Zyste frei und lösen den Balg vollständig heraus – bleiben Reste zurück, wächst sie nach.
  • Grössere Hohlräume füllen wir mit Knochenersatzmaterial, damit sich der Kiefer stabil regeneriert.
  • Zum Schluss vernähen wir die Schleimhaut; die Fäden entfernen wir nach etwa einer Woche.

Ja, bei Kindern steht dabei meist ein Zahn im Zentrum, der im Kiefer festsitzt. Häufig genügt es dann, die Zyste nur zu eröffnen statt vollständig zu entfernen: Der Druck lässt nach, und der Zahn kann von selbst durchbrechen. Dieses schonende Vorgehen prüfen wir anhand von Lage und Grösse des Befunds.

Oberflächlich ist die Wunde nach ein bis zwei Wochen zu; in dieser Zeit ziehen wir auch die Fäden. Der Knochen braucht wesentlich länger, um den Hohlraum wieder aufzufüllen – je nach Ausgangsgrösse mehrere Monate bis über ein Jahr. Sie merken davon nichts, für eine spätere Implantation ist dieser Verlauf aber massgeblich.

Ja, in vielen Fällen ist genau das der Plan. Zuerst muss sich der frühere Hohlraum jedoch mit belastbarem Knochen gefüllt haben, was je nach Grösse einige Monate dauert. Zeigt die Kontrollaufnahme dann zu wenig Substanz, bauen wir gezielt auf – manchmal bereiten wir das schon während der Zystenoperation vor.

Ganz ausschliessen lässt es sich nicht, das Risiko aber deutlich senken. Weil die häufigste Form aus einer Entzündung an der Wurzelspitze hervorgeht, ist die beste Vorbeugung schlicht, Karies und abgestorbene Zähne früh zu behandeln. Kontrollen mit Röntgenbild zeigen zudem verlagerte Zähne, an denen sich Zysten bilden können, bevor sie Schaden anrichten.

Nur selten. Unser Ziel ist der Zahnerhalt: Geht die Zyste von einer Wurzelspitze aus, genügt oft eine Wurzelspitzenresektion, bei der lediglich das erkrankte Wurzelende entfernt wird. Nur wenn ein Zahn seinen Halt im Knochen bereits verloren hat oder selbst die Ursache ist, entfernen wir ihn mit – und besprechen das vorher anhand der Aufnahmen.

Ja, die meisten Zystenoperationen führen wir ambulant in lokaler Betäubung durch; Sie gehen anschliessend nach Hause. Bei sehr grossen Befunden, ausgeprägter Angst oder besonderen medizinischen Umständen planen wir eine Sedierung oder eine Behandlung in Narkose. Was für Sie infrage kommt, klären wir im Vorgespräch.

Die üblichen eines chirurgischen Eingriffs: Nachblutung, Schwellung und selten eine Infektion. Je nach Lage kommen spezifische Punkte hinzu – im Unterkiefer die Nähe zum Nerv, im Oberkiefer die Grenze zur Kieferhöhle. Beides beurteilen wir vorab am dreidimensionalen Röntgenbild und planen den Zugang entsprechend. Über relevante Risiken sprechen wir offen, bevor Sie zustimmen.

Nach der Fadenentfernung sehen wir Sie in grösser werdenden Abständen zur Kontrolle, jeweils mit Röntgenbild. Darauf lässt sich verfolgen, wie der Hohlraum langsam mit Knochen durchbaut wird – ein Vorgang über Monate. Bei Keratozysten kontrollieren wir mehrere Jahre lang, weil diese Form am ehesten erneut auftritt.

Bruxismus (Zähneknirschen)

Zur Behandlung

Typische Hinweise sind:

  • Ein verspannter, morgens müder Kiefer und Kopfschmerzen direkt nach dem Aufwachen
  • Flache, glänzende Schliffflächen auf den Zähnen und Risse im Schmelz
  • Kälteempfindliche Zähne ohne erkennbare Karies
  • Knacken im Kiefergelenk oder eine eingeschränkte Mundöffnung

Häufig bemerkt es der Partner zuerst – oder wir sehen es bei der Kontrolle an den Zähnen, lange bevor Beschwerden auftreten.

Auf Dauer ja. Beim Knirschen wirken Kräfte weit über dem normalen Kauen, und das über Stunden. Die Folgen sind abgeschliffener Schmelz, empfindliche Zahnhälse, Risse in Füllungen und Kronen sowie überlastete Kiefergelenke, die morgens schmerzen oder knacken. Häufig kommen Kopf- und Nackenschmerzen hinzu, deren Ursache lange nicht im Mund vermutet wird.

Eine im Labor gefertigte Kunststoffschiene, exakt auf Ihren Kiefer abgestimmt. Sie liegt nachts über der Zahnreihe, sodass die Zähne nicht mehr direkt aufeinandertreffen und der Abrieb aufhört. Zusätzlich führt die glatte Oberfläche den Unterkiefer in eine entlastete Position, was die Muskulatur beruhigt. Anders als vorgefertigte Schienen aus der Drogerie verändert sie den Biss nicht ungewollt.

Die Muskulatur reagiert oft schon nach zwei bis drei Wochen: Morgendliche Verspannungen und Kopfschmerzen lassen meist zuerst nach. Bis sich das Kiefergelenk beruhigt, können einige Monate vergehen. Entscheidend ist die konsequente nächtliche Anwendung – eine Schiene, die nur gelegentlich getragen wird, kann die Muskulatur nicht umgewöhnen.

Bei leichten Formen lohnt sich der Versuch: Entspannungsübungen am Abend, Wärme auf der Kaumuskulatur, bewusstes Lösen der Zahnreihen tagsüber und Physiotherapie helfen vielen spürbar. Sobald jedoch Schliffflächen sichtbar sind, braucht der Schmelz mechanischen Schutz – verlorene Substanz wächst nicht nach. Am wirksamsten ist die Kombination: Schiene für die Zähne, Entspannung gegen die Ursache.

Ja, häufiger als vermutet. Im Milchgebiss ist Knirschen oft eine normale Begleiterscheinung des Zahnwechsels, wenn sich der Biss neu einstellt, und verwächst sich von selbst. Bleibt es im bleibenden Gebiss bestehen oder klagt Ihr Kind über Kieferschmerzen, schauen wir genauer hin. Auch Stress in Schule und Freizeit spielt eine Rolle.

Unbehandelt summiert sich die Belastung:

  • Der Schmelz wird flächig abgetragen, die Zähne werden kürzer und kälteempfindlich
  • Füllungen, Kronen und Brücken brechen häufiger, die Bisshöhe sinkt
  • Das Kiefergelenk entwickelt eine Funktionsstörung mit Knacken, Schmerz und eingeschränkter Öffnung
  • Chronische Verspannungen strahlen in Schläfen, Nacken und Schultern aus

Je früher wir gegensteuern, desto weniger davon lässt sich überhaupt aufbauen.

Behandlung mit Lachgassedierung & Narkose

Zur Behandlung

Sie können jederzeit abbrechen – während der ganzen Sedierung bleiben Sie ansprechbar und behalten die Kontrolle. Wir regulieren die Konzentration stufenlos und schalten bei Bedarf auf reinen Sauerstoff; die Wirkung ist dann in wenigen Minuten vollständig verschwunden. Genau diese Steuerbarkeit unterscheidet Lachgas von einer Narkose.

Ja. Lachgas wird über die Lunge unverändert ausgeatmet und reichert sich im Körper nicht an. Nach der Nachbelüftung mit reinem Sauerstoff sind Sie innerhalb weniger Minuten wieder klar, dürfen selbst Auto fahren und direkt zurück an die Arbeit – ein wesentlicher Vorteil gegenüber einer Sedierung mit Medikamenten.

Im ersten Drittel der Schwangerschaft verzichten wir darauf. Auch danach setzen wir Lachgas nur nach Rücksprache und mit klarer Indikation ein. Sagen Sie uns frühzeitig Bescheid, wenn Sie schwanger sind oder es sein könnten: Planbare Behandlungen verschieben wir in der Regel ins zweite Trimester, und für die Angstbewältigung gibt es Alternativen.

Das hängt von der Erkrankung ab. Da Lachgas über die Nase geatmet wird, ist eine freie Nasenatmung Voraussetzung – bei starkem Schnupfen oder Polypen funktioniert es nicht. Gut eingestelltes Asthma ist meist kein Hindernis; bei fortgeschrittener COPD klären wir es vorher mit Ihrer Ärztin ab. Bringen Sie Ihre Medikamentenliste zum Vorgespräch mit.

Gerade dort spielt es seine Stärke aus. Die Wirkung setzt nach wenigen Minuten ein und ist nach der Sauerstoffphase ebenso rasch wieder verschwunden – für eine Zahnreinigung, eine Füllung oder eine Extraktion ideal. Sie brauchen weder nüchtern zu sein noch eine Begleitperson und können anschliessend direkt weiter.

Grundsätzlich ja, aber es ist selten die erste Wahl: Für eine reine Zahnreinigung steht der Aufwand einer Vollnarkose meist in keinem Verhältnis. Bei ausgeprägter Angst oder starkem Würgereiz nutzen wir sie, um mehrere Behandlungen in einer Sitzung zusammenzufassen. Oft genügt aber bereits Lachgas – wir schauen gemeinsam, was zu Ihnen passt.

Nach einigen Stunden fühlen sich die meisten wieder klar. Bis die Medikamente vollständig abgebaut sind, vergehen jedoch rund 24 Stunden: In dieser Zeit dürfen Sie nicht selbst fahren, keine Maschinen bedienen und sollten keine wichtigen Entscheidungen treffen. Organisieren Sie eine Begleitperson für den Heimweg und planen Sie den restlichen Tag ohne Verpflichtungen.

Nein, das Alter allein entscheidet nicht – massgeblich ist der Gesundheitszustand. Kinder wie ältere Menschen werden regelmässig in Narkose behandelt, wenn es die Situation erfordert. Vor jedem Eingriff erhebt die Anästhesistin die Vorgeschichte, prüft Medikamente und Vorerkrankungen und entscheidet erst dann. Diese Abklärung findet in jedem Fall statt.

Solche Reaktionen sind sehr selten, und darauf ist das Team vorbereitet. Die Narkose führt eine Anästhesistin durch, die Sie durchgehend überwacht; Notfallmedikamente und Ausrüstung liegen im Raum bereit. Wichtig ist Ihr Beitrag im Vorgespräch: Nennen Sie alle bekannten Allergien, auch scheinbar nebensächliche, sowie frühere Narkosezwischenfälle in der Familie.

Die Narkose rechnet die Anästhesistin separat ab, zusätzlich zur zahnärztlichen Behandlung; in der Regel ist das eine private Leistung. Beteiligt sich die Versicherung, dann nur bei medizinischer Notwendigkeit – etwa bei einer Behinderung oder wenn eine Behandlung anders nicht durchführbar ist. Sie erhalten vorab einen schriftlichen Kostenvoranschlag für beide Teile.

Das hängt vom Aufwand ab – eine Schmerzbehandlung mit Diagnose liegt deutlich unter einem chirurgischen Eingriff. Wir rechnen nach dem Schweizer Zahnarzttarif ab und sagen Ihnen vor Behandlungsbeginn, was auf Sie zukommt. Im akuten Notfall steht die Schmerzfreiheit an erster Stelle: Wir versorgen zuerst und besprechen die weitere Behandlung anschliessend in Ruhe.

Ja, und Kinder haben bei einem ausgeschlagenen oder abgebrochenen Zahn Vorrang. Rufen Sie an und schildern Sie kurz, was passiert ist – bei einem bleibenden Zahn zählt die erste Stunde. Bewahren Sie den Zahn feucht auf, am besten in einer Zahnrettungsbox oder in Milch, und fassen Sie ihn nur an der Krone an.

Ja, dafür ist ein Notfalltermin da. Sie müssen weder angemeldet sein noch die Praxis wechseln wollen – im akuten Fall helfen wir Ihnen zuerst. Sie finden uns an der Neuen Winterthurerstrasse 99 in Wallisellen, wenige Schritte vom Glattzentrum und mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar. Bringen Sie Versichertenkarte und, falls vorhanden, eine Liste Ihrer Medikamente mit.